Nationalsozialisten am Watzmann

Berchtesgaden und der Watzmann, der Watzmann und Berchtesgaden. Diese Verbindung brachte, angesichts der besonderen Rolle Berchtesgadens in der Zeit des „Dritten Reiches“, auch nationalsozialistische Prominenz an den Berg.

Man darf jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass die Ereignisse über eine Bergfahrt Hermann Görings am vierten Watzmannkind nicht unbedingt realitätsnah geschildert worden sind.

Sektion Mark Brandenburg, Oetzthaler Bergbote, Nr. 363, 40. Jahrgang, Oktober 1938

Auszug aus Erich Gritzbach, „Hermann Göring – Mensch und Werk“

„Gerade dem Bergsport, der wie der Skilauf einen ganzen Mann erfordert, gilt seine besondere Liebe. Mitten aus der Arbeit heraus und ohne jedes Training durchkletterte er noch vor zwei Jahren, unbekümmert um Hagel und Gewitter, die Ostkante der Watzmann-Jungfrau. Seine Begleiter wollten umkehren, aber sie bissen auf Granit, er freute sich sogar über die schlechten Wetterverhältnisse, welche die Bergtour zu einer besonderen Leistung stempelten. Jahr für Jahr steigt er einmal hinauf von den grünen Ufern des Obersees durch Hochwald und Latschenfelder, über Almen und Steilhänge zu seiner kleinen Jagdhütte in der Röth. Wenn er hier oben, in diesem 2000 Meter hohen paradiesischen Hochtal, in das die Teufelshörner und die Watzmannriesen hineinschauen, mitten in der wilden Felsromantik in aller Herrgottsfrühe den Sonnenaufgang betrachtet oder starken Gemsböden nachpirscht, ist Hermann Göring in seinem Element.“

Hermann Göring im Nachstieg, oder am Fixseil, an der Jungfrau. Im Hintergund die Westwand und der Südwest-Grat des kleinen Watzmanns.

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